Besetzung

Alex De Santis

Alessandro De Santis (sax)

Alessandro  De Santis wurde 1963 in Rom geboren. Mitte der 70er zog seine Familie nach Bari. Dort entdeckte er den Jazz als Lebensleidenschaft während einer nächtlichen Radiosendung über das Oscar Peterson Trio. Nach und nach wurde das Saxophon zu seinem Instrument. Erste musikalische Erfahrungen in den Tiefen des Südens der italienischen Halbinsel machte er  mit der „banda di paese“. In Bari moderierte er bald eine eigene Radiosendung über Jazzmusik. Um im Konservatorium zu studieren, machte er einen kleinen Abstecher zur Klarinette, da es keine Saxophonklasse gab. Aber schnell beschloss er wieder zu seinem Lieblingsinstrument zurückzukehren und setzte seine Saxophonausbildung  in Workshops bei Siena-und Umbriajazz wieder fort. Dort studierte er  bei bekannten italienischen Musikern, wie  zum Beispiel Claudio Fasoli, Giancarlo Schiaffini, Enrico Rava.

Auch der unvermeidbare Militärdienst unterbrach sein  Spiel nicht, da er sofort in die Band der „aeronautica militare“ aufgenommen wurde. 

1987 zog er nach München, wurde sofort Mitglied der Soulband Brickhouse, in der auch Werner Schmidbauer mitspielte. Seither  ist er  mit seinen verschieden Projekten  aus der Münchner Musikszene nicht mehr wegzudenken. Er nahm  mehrere CD´s auf mit verschiedenen Münchner Musikern, u.a. mit Joe Kienemann, Titus Waldenfels, Tobi Hoffmann und Gary Williams.

Mit seiner Bigband und dem Sänger Giacomo Di Benedetto lässt er  den Count Basie / Frank Sinatra Sound der 50er Jahre wieder aufleben.

Seit vielen Jahren ist er auch ein beliebter und engagierter Saxophonlehrer.

Bei allen Auftritten springt sofort  der emotionale Funke auf das Publikum über, wenn Alessandro De Santis den Saal mit seinem Saxophonsound füllt. Er hat nicht umsonst die Wärme des Klanges von Ben Webster, die freie Art Archie Shepps und natürlich den überirdischen Sound von John Coltrane immer im Ohr.

Cedric Bonnet

Cedric Bonnet (piano)

Arturo Varcasia

Arturo Varcasia (bass)


Alles beginnt in einem kleinen Dorf, mit einem Bass in der Hand und einem örtlichen Musiklehrer: Arturo war gerade einmal 14 Jahre alt. Es folgt ein Jahr Vorstudium am Konservatorium, dann die erste Band, die noch zu Schulzeiten im Keller entsteht, und danach viele weitere Formationen mit Freunden – zwischen Blues, Rock und Pop, gespielt auf lokalen Bühnen. Mit 18 Jahren öffnet die Begegnung mit King Crimson und Area die Tür zum Progressive Rock und zum Jazz, während die Bossa Nova zu einer weiteren großen Leidenschaft wird. Kurz darauf wird ein Konzert von Kurt Rosenwinkel zum echten Schlüsselerlebnis: So entsteht der Entschluss, auch die Akkorde auf der Gitarre zu lernen, um diese musikalische Sprache noch besser zu verstehen. Mit knapp 30 Jahren zieht er nach München, wo ihm die ersten Jamsessions die Tür zur lokalen Musikszene öffnen. In dieser Zeit findet auch die Begegnung mit Piotr Chichewicz statt – ein wichtiger Moment für seine musikalische Entwicklung. Heute spielt er im Projekt Southwind sowie in weiteren kleinen Formationen.

Carlo Ingrosso

Carlo Ingrosso (drums)

Carlo erblickte in Süditalien (Apulien) das Licht der Welt. Er wuchs in der Nähe von Turin (Piemont) auf und ging in der Nähe von Mailand auf die weiterführende Schule. Im Alter von acht Jahren begann der kleine Carlo bereits mit allem, was er greifen konnte, zu trommeln, darunter Kochlöffel und weitere Gegenstände, hauptsächlich Küchenutensilien. Auf einem Dorffest sah und erlebte er dann zum ersten Mal einen Schlagzeuger live. Von da an wollte er unbedingt auch einer werden. Als Carlo ungefähr zehn Jahre alt war, versuchte er zusammen mit einem Freund, die Songs von Paul Anka, Tony Bennet, Frank Sinatra, Adriano Celentano und andere italienische Schlager mit Teilen eines Kleiderbügels als Stöcke und einem Verpackungskarton als Trommel zu spielen. Das Notenlesen lernte Carlo bei einem Gitarrenlehrer. Üben musste er damals noch auf einem sehr rudimentären Schlagzeug, bestehend aus einem Stuhl und einer Waschmittelverpackung. In den 60er Jahren musizierte Carlo mit verschiedenen kleinen Combos. In den 70ern hatte Carlo seine ersten Auftritte auf Hochzeiten und Volksfesten in verschiedenen Tanzlocations in Norditalien. Anschließend sammelte er erste Erfahrungen mit einer Rockband, die Deep Purple, Led Zeppelin, Genesis und Pink Floyd spielte. Danach entdeckte er mit einer weiteren lokal bekannten Band seine Liebe zur Soulmusik und zum Jazz.  Aretha Franklin, James Brown, Otis Redding, Nina Simone, Ella Fitzgerald, und Dave Brubeck, sowie die Big Bands. Mit verschiedenen Bands spielte er aber auch Jazz-Rock, Funk, Fusion und Latin.

1978 hängte Carlo seinen Job als Flugzeugtechniker an den Nagel und wurde professioneller Musiker. Er war in der Georges Montagner Band unter Vertrag und spielte Tanzmusik (Charts) bis Swing. Die Band spielte fast täglich und tourte durch die Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und die Niederlande. Sie spielte auf Schiffen, in Hotels, auf Galas und verschiedenen weiteren Events. Im Rahmen dessen begleitete Carlos auch folgende Künstler: Gitte, Jürgen Drews, Al Martino, Sandra, Costa Cordalis, Taco, Pupo, Riccardo Fogli. Nachdem er 10 Jahre lang aus dem Koffer gelebt hatte, hörte er mit der Musik auf und zog 1988 nach München und wurde sesshaft.

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